Neuigkeiten

Es geht weiter – Die nächsten Termine im Mai

11. Mai ab 18 Uhr im KTZV: Feier der BI Gingst F.E.I.N. „Es ist geschafft – Keine Windräder auf Gingster Boden!“ Alle die mit uns gekämpft und gearbeitet, die sich mit uns gefreut haben, als der Adlerhorst gefunden wurde, einfach alle, die Lust haben mit uns zu feiern, sind herzlich eingeladen! Für das leibliche Wohl wird zu sehr zivilen Preisen gesorgt!

17. Mai um 19 Uhr Grundtvig-Haus in Sassnitz Filmvorführung „End of Landschaft“! Der Eintritt ist frei! Mehr Informationen und den Trailer zum Film gibt es hier!

23. Mai Berlin – Demo „Schluss mit dem zügellosen Ausbau der Windkraft in Deutschland“ (siehe Aufruf unten)

26. Mai Europa- und Kommunalwahl

Zu jedem Termin werden weitere und genauere Informationen verschickt!
Wenn Fragen sind, einfach eine Mail an: mail@bi-gingst.de

22.03.2019: Bericht im NDR Nordmagazin über den Nachweis des Adlervorkommens

Im NDR Nordmagazin (Regionalprogramm M-V) wurde über den erfolgreichen Nachweis des Adlervorkommens im Pansevitzer Wald berichtet. In dem Beitrag wurden einige Bilder gezeigt, die eines unserer Mitglieder aufgenommen hatte. Besonders erfreulich ist, dass dem NDR-Kamerateam selbst auch eindrucksvolle Aufnahmen gelangen.

Beitrag aus dem NDR Nordmagazin (nur für begrenzte Zeit verfügbar)

14. März 2019 – Pressemitteilung „Seeadlerhorst im Pansevitzer Wald“

Am 13.03.2019 wurde im Pansevitzer Wald (West-Rügen) durch Fachleute ein Seeadlerhorst gesichert. Dies führt dazu, dass das geplante Windeignungsgebiet in Gingst nicht ausgewiesen werden kann und die Errichtung von Windgiganten an dieser Stelle ausgeschlossen ist.
Die Bürgerinitiative Gingst F.E.I.N. (Für Eine Intakte Natur) – ohne Windgiganten freut sich  nicht nur über den Schutz für die Seeadler, sondern auch darüber, dass diese einzigartige Landschaft erhalten bleibt. Neben Seeadlern findet man hier Rotmilane, Bussarde, Schwarzspechte, Sperber, Weihen, Kraniche, Wildgänse und viele andere schützenswerte Vogelarten. Auch ein Schreiadler wurde im letzten Jahr beobachtet. Obwohl dies seit langem bekannt ist, wurde dieses Gebiet bisher nicht als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Bürgerinitiative hofft, dass der Landrat diese Entscheidung nunmehr trifft.
Als weitere wichtige Nebeneffekte sind die drei Moorgebiete in Gingst, Güstin und Pansesevitzerwald vor ihrer Zerstörung durch Betonfundamente bewahrt. Die Eigentümer von Immobilien können aufatmen, der Wert ihrer Häuser bleibt erhalten, genauso wie der sanfte Tourismus im Westen der Insel.

17. Februar 2019 – Pressemitteilung „Engagierte Tierschützer retten Seeadler im Pansevitzer Wald“

Am Sonntag, 17.02.2019, entdeckten Tierschützerinnen aus Dreschvitz einen verletzten Seeadler im Pansevitzer Wald. Dem Tier, das auf einem Baumstumpf saß, konnten sie sich bis auf wenige Meter nähern. Nachdem sich die Tierschützerinnen bei einem Adlerexperten aus der Auffangstation für verletzte Wildvögel in Papendorf rückversichert und informiert hatten, konnte das verletzte und verstörte Tier eingefangen und in den Stralsunder Zoo gebracht werden. Die Ursache der Verletzung ist bisher ungeklärt, Fremdverschulden nicht ausgeschlossen. Nach Auskunft des Tierarztes scheint der Gesundheitszustand des Seeadlers so zu sein, dass er gerettet ist und bald wieder in sein ursprüngliches Gebiet gebracht werden kann. „Wir von der Bürgerinitiative Gingst – Für eine intakte Natur möchten den Adler besendern lassen, damit immer klar ist, wo der Seeadler sich aufhält. Wir hoffen, dass er sich mit dem zweiten Seeadler hier bei uns im Pansevitzer Wald wie im letzten Jahr bald fortpflanzt.“ so Siegbert Geitz, Sprecher der Bürgerinitiative.

Bilder zum Beitrag

Film „End of Landschaften“ am 16. und 17. März in Anklam

Die BI Freie Friedländer Wiese konnte das Kino Anklam gewinnen, den Dokumentarfilm „End of Landschaften“ am 16.+17.03.19 jeweils um 17:15 Uhr zu zeigen.
Ein Kostenbeitrag von 7.00 Euro wird erhoben.

End of Landschaften – über den Film

Der Filmemacher Jörg Rehmann hat ein kritisches Roadmovie durchs Energiewende- Land in einer Dokumentation zusammengestellt.
Wird der Odenwald, wird unsere Landschaft generell durch die Energiewende zum Industriegebiet?
Ausgehend von dieser Frage hat der Filmautor Jörg Rehmann eine Reise durch Deutschlands EnergiewendeHotspots unternommen.
Die Energiewende ist das größte Infrastrukturprojekt seit Ende des 2. Weltkrieges in Deutschland.
Die Kostenhochrechnungen dafür gehen in die Billionen. Doch selbst 30.000 Windräder und hunderttausende Solaranlagen konnten nicht verhindern, dass
damit bislang nur 3 Prozent des deutschen Primärenergiebedarfes gedeckt werden können.
Die Auseinandersetzungen um zerstörte Landschaften und Windradlärm haben die bislang friedlichen Landregionen in tiefgreifende Zerwürfnisse gestürzt.
Auch durch den Naturschutz zieht sich ein schwerer Konflikt.
Wie sauber ist die „Handschrift der Energiewende“?
Der Autor von „End of Landschaft“ ging zu den
Menschen, hörte Experten und Wissenschaftler und betrieb investigative Recherchen.
• Ein sensibler Film, der dennoch fordert, aufdeckt und wachrüttelt
• Ein Plädoyer für Klimaschutz und eine faire Energiewende
• Ein Film jenseits fernsehüblicher Berichterstattung
• ein kritischinformatives Roadmovie durchs Energiewendeland

08. Januar 2019 – Pressemitteilung „Windpark-Pläne sorgen für Existenzängste“

Unter dem Motto „Immer am Ball und miteinander im Gespräch bleiben“ fand am Montag, den 7. Januar 2019, um 15.00 Uhr eine Gesprächsrunde zwischen Landrat Dr. Stefan Kerth (SPD) und Vertretern der Bürgerinitiative Gingst „Für eine intakte Natur – ohne Windgiganten“ im evangelischen Pfarramt in Gingst statt.

Die Bürgerinitiative hatte sich im Sommer 2017 gebildet, weil das Regionale Raumentwicklungsprogramm Vorpommern (RREP) zwischen Gingst und Pansevitz ein Eignungsgebiet für einen Windpark von über 79 Hektar ausgewiesen hat. Die Befürchtung der Bürger war u.a., dass in diesem sensiblen Bereich Westrügens ein Windpark mit Windräder gebaut werden könnte, deren Gesamthöhe bis zu 250 Metern Höhe reicht. Grund genug, um sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen.

Begleitet wurde Landrat Dr. Stefan Kerth (SPD) deshalb u. a. von Henry Schmuhl, dem Vorsitzenden des Planungsausschusses des Regionalen Planungsverbandes Vorpommern und der Planungsregion Vorpommern. Dieser konnte in fachlicher Hinsicht die Fragen zur Arbeit des ehrenamtlich tätigen Ausschusses bestens beantworten.

An Tischen, die in der Formation eines runden Tisches standen, wurden die Argumente und Gegenargumente zu den einzelnen Positionen sachlich ausgetauscht. Dabei wurden die Themen offen und direkt angesprochen. Seitens der Bürgerinitiative wurde deutlich gemacht, daß oftmals der Eindruck entsteht, die Einwendungen der Bürger würden nicht immer wirklich ernst genommen. Dabei wurde auch klar, dass neben der Gesundheit der Bürger, dem Natur- und Landschaftsschutz es auch um Lebensgrundlagen geht:
„Es geht nicht nur um Wertminderungen von Grundbesitz und Eigenheimen, es geht um die Existenzen von Menschen, die hier leben. Hier stehen Finanzierungen von Grundstücken und Häusern auf dem Spiel. Denen können wir nicht einfach erzählen, es wäre eine beschlossene Sache mit dem Windpark…“

Wie zu vernehmen war, werden seit kurzem Eigentümer von 231 Grundstücken aus der Gemeinde Gingst von einer namhaften Rechtsanwaltskanzlei juristisch beraten und vertreten.

Landrat Stefan Kerth stellte die kommunalrechtliche Situation bei Windeignungsgebieten und die daraus möglichen wirtschaftlichen Entwicklungschancen für die Region dar. Er versprach einen Antrag der Gemeinde Gingst auf die Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes an den Landkreis Vorpommern-Rügen genau zu prüfen. Rund 2 ½ Stunden dauerte die Diskussion. Letztlich konnten nicht alle Sachfragen eingängig geklärt werden. Aber die Beteiligten bleiben am Ball und miteinander im Gespräch.

27. November 2018 – Offener Brief an Philipp da Cunha (SPD), MdL

Sehr geehrter Herr da Cunha,

Ihr Bestreben, dem populistischen Treiben der AfD in Sachen Klimapolitik zu widersprechen, ehrt Sie natürlich. Dass Sie aber im ideologischen Gegenzug gleich die große Zustimmungswelle zur Energiepolitik des Landes in der Bevölkerung ausmachen, ist dann doch ein bisschen grob gestrickt! Und – Entschuldigung! – leider auch Ihr Bild von der Rettung der Welt durch Windräder.

Okay, als energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion vertreten Sie natürlich die Position von Minister Pegel. Schade! Denn nach 16 Semestern Studium der Elektrotechnik kennen Sie sicher, auch wenn Sie gleich danach in der Politik gelandet sind, die Problematik einer gesicherten Stromversorgung aus volatilen Quellen. Auch dass der ungezügelte Bau weiterer Windräder kaum zur CO2- Reduzierung beiträgt, da massenfähige Speicher und ausreichende Netzleitungen in den nächsten 10 Jahren nicht verfügbar sind, dürfte Ihnen nicht entgangen sein.

Entgangen indes ist Ihnen und der SPD-Fraktion ganz offensichtlich die kritische Haltung vieler Gemeinden und ihrer gewählten Vertreter zu einem weiteren Ausbau der Windenergie vor ihrer Haustür. Um Ihre Erkenntnisse aus der Forsa-Umfrage zu ergänzen: Von den ca. 1000 Befragten hat weniger als die Hälfte überhaupt Windanlagen im eigenen Umfeld, und nur ca. 50 Menschen wohnen in einem Abstand von 1000 Meter zu WEA, dem Abstand also, den die SPD zum Schutz der BürgerInnen für ausreichend hält. Über deren Zufriedenheit erfahren wir leider nichts bei Forsa. Ohnehin ist die von Ihnen (und in der Umfrage) vorgenommene Verengung der Energiewende auf Windenergie befremdlich. Da geht bestimmt noch was im Erkenntnisprozess, nicht nur bei der AfD, oder?

Wenn Sie wissen möchten, wie die betroffenen Anwohner auf dem Land darüber denken, können Sie das zum Beispiel bei uns erfahren. Denn auch wir leben längst mit einem Windpark in der Nähe. Gegen einen zusätzlichen noch größeren Windpark haben wir in Gingst in kürzester Zeit 3000 Unterschriften gesammelt und an Minister Pegel übergeben. Alle umliegenden Gemeinden und sogar der Landrat Vorpommern-Rügen lehnen das WEG Gingst ab. Ihre Parteigenossen Dr. Stefan Kerth und MdB Sonja Steffen haben sich dem angeschlossen.

Wie Sie zu Ihrer Wahrnehmung von großer Zustimmung zur Energiepolitik gefunden haben, wissen wir nicht. Aber Sie stellen völlig richtig fest, dass Ihre Partei für die Beteiligung der Bürger mehr tun kann. Laut Forsa fühlen sich nur 3% der Befragten sehr gut informiert. Allerdings: viel zu informieren gibt es leider nicht, da die von Ihrer Partei geführte Landesregierung die Bürgerrechte weitgehend ausgehebelt hat. Wer bereits wie wir zwei Beteiligungsverfahren durchlaufen hat, der weiß, welche Farce das ist. Fakten, sachliche Argumente, Bedenken und Ängste betroffener Bürger werden ausnahmslos weggebügelt. Ein Vorhaben, mit dem sinnlos Kollateralschäden an Mensch, Natur und Umwelt in Kauf genommen werden, kann auch eine Forsa-Umfrage nicht legitimieren!

Vielleicht ist da das Ergebnis einer ganz anderen Forsa-Umfrage zutreffender: Die SPD rutscht auf 13 Prozent.

Mit freundlichem Gruß

Siegbert Geitz