Neuigkeiten

Antwort von Energieminister Pegel auf unser Schreiben bzgl. der Messung von Schallimmissionen

Die BI Gingst F.E.I.N. hat Energieminister Pegel, Landrat Drescher sowie alle Mitglieder des Regionalen Planungsverbands Vorpommern schriftlich dazu aufgefordert sicherzustellen, dass bei der Entscheidung der Verbandsversammlung über das Windeignungsgebiet in Gingst die Anwendung des Interimsverfahrens zugrunde gelegt wird.

Das Umweltministerium MV hat inzwischen per Erlass geregelt, dass künftige Genehmigungen mit dem neuen Interimsverfahren zu prüfen sind!
Ein Urteil des VG Düsseldorf geht sogar von einer rückwirkenden Anwendungspflicht aus, d.h. das Verfahren muss nach Auffassung des Gerichts auch auf bereits genehmigte Windenergieanlagen angewendet werden.

Hier ist nun das Antwortschreiben von Energieminister Pegel:
Seite 1 und Seite 2

Nächste Veranstaltung: Windenergie-Krimi-Lesung am 22. Juni 2018

In Zusammenarbeit mit Der BuchLaden Rügen ist es uns gelungen, eine spannende Lesung zu organisieren.
Antonia Fehrenbach wird aus ihrem Windenergie-Krimi „Windige Hunde. Ein Holstein-Krimi“ vorlesen.

Datum: Freitag, 22. Juni 2018
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Mensa der Gingster Schule, Herrmann-Mattern-Str. 1
Eintritt frei (Spenden willkommen)

Wir freuen uns über jeden Zuhörer!

Flyer

Wie stehen die Landrats-Kandidaten zur Windenergie?

Am 27. Mai sind Landratswahlen in Mecklenburg-Vorpommern.
In jedem der vier Landkreise wird ein Landrat direkt von uns Bürgern gewählt.
Bei uns im Landkreis Vorpommern-Rügen stehen fünf Kandidaten zur Wahl:
– Andreas Kuhn (CDU)
– Dr. Stefan Kerth (SPD)
– Dirk Niehaus (Bündnis 90 / Die Grünen)
– Steffen Bartsch-Brüdgam (Die Linke)
– Steffen Ulrich (parteilos)
Die BI wollte wissen, wie die Kandidaten zur Windkraft stehen. Daher haben wir sie gebeten, vier Fragen dazu zu beantworten.
Hier geht es zum Dokument.

9. BI-Versammlung am 15. März 2018: Vortrag von Professor Dr. Knie

Auch an diesem Abend kamen zahlreiche interessierte Zuhörer in die Mensa der Gingster Schule. Mittlerweile kennt man sich und ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl ist spürbar.
Dazu passte Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum der TU Berlin. Mit seiner unkomplizierten und unterhaltsamen Art zog er die Anwesenden zwei volle Stunden lang in den Bann seines Vortrages „Dezentrale Energieversorgung“. Er schaffte es, sein immenses Fachwissen und das von ihm und seinem Team entwickelte Zukunftskonzept nicht nur verständlich darzulegen, sondern dabei auch die Vorstellungen in den Köpfen des Publikums anzuregen, wie das Konzept wohl bei uns auf Rügen umzusetzen wäre.
Das war auch daran zu merken, dass nach dem Vortrag viele Grüppchen im Saal blieben, um sich untereinander und auch mit Professor Knie auszutauschen.

Hier sind die Folien des Vortrages noch einmal anzuschauen.

BI Gingst verlangt von Politik in MV, neues Messverfahren für Schallimmissionen anzuwenden

Die BI Gingst F.E.I.N. hat Energieminister Pegel, Landrat Drescher sowie alle Mitglieder des Regionalen Planungsverbands Vorpommern schriftlich dazu aufgefordert sicherzustellen, dass bei der Entscheidung der Verbandsversammlung über das Windeignungsgebiet in Gingst die Anwendung des Interimsverfahrens zugrunde gelegt wird.

Das Umweltministerium MV hat inzwischen per Erlass geregelt, dass künftige Genehmigungen mit dem neuen Interimsverfahren zu prüfen sind!
Ein Urteil des VG Düsseldorf geht sogar von einer rückwirkenden Anwendungspflicht aus, d.h. das Verfahren muss nach Auffassung des Gerichts auch auf bereits genehmigte Windenergieanlagen angewendet werden.

Anlagen:
Schreiben an Minister Pegel
Interimsverfahren und die Folgen
Das Interimsverfahren – Auszüge VG Düsseldorf
TÜV Nord Interimsverfahren

7. BI-Versammlung am 12. Januar 2018: Vorträge von Michael vom Baur und Prof. Dr. Harald Weber

In gespannter Aufmerksamkeit lauschten am Freitagabend ca. 100 Teilnehmer/innen in der Mensa der Gingster Schule den Vorträgen von Michael vom Baur, FDP-Energieexperte, und Prof. Dr. Harald Weber, Energie-Wissenschaftler der Uni Rostock und Autor der Netzstudie MV.

Michael vom Baur, Ingenieur, Unternehmer und stellvertretender Landesvorsitzender der FDP, wurde im letzten Herbst mit der sog. Strommüll-Studie MV bekannt. Auf Basis aktuellster Daten (2016) des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz Transmission GmbH beleuchtete er die Rolle der regenerativen Energieträger bei der Stromerzeugung in MV. Seine Bilanz: Es ist keinem zuzumuten, dass immer größere Teile von MV in Industrieparks für Windkraftanlagen verwandelt werden, deren Strom an vielen Tagen niemand haben will. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie die baurechtliche Privilegierung von Windkraftanlagen gem. § 35 BauGB gehören abgeschafft.

Prof. Harald Weber, Inhaber des Lehrstuhls für Elektrische Energieversorgung am Institut für Elektrische Energietechnik, erläuterte in plastischen Worten, wie eine Wende der Stromproduktion in Deutschland machbar ist. Nach schonungsloser Analyse der Chancen, die Klimaziele zu erreichen, zeigte er kurz- und mittelfristige Optionen zur Stromproduktionswende auf. Aussagen: Ohne den Ausbau von Netzen und Speichern kann nicht mehr Strom verwertet werden. Es verschieben sich lediglich die Anteile von fossiler zu regenerativer Energie. Ein Mindestmaß an Energie muss grundlastfähig sein und durch konventionelle Kraftwerke abgesichert werden. Ausbau der erneuerbaren Energien ist notwendig, aber nur sinnvoll, wenn ausreichend Netze und massenfähige Stromspeicher zur Verfügung stehen.

Es folgte eine 45-minütige Diskussion mit teils sehr fachkundigen Beiträgen aus dem Publikum.

Für den Förderverein der Schule spendeten die Teilnehmer/innen 111,00 €.

Hier der link zum Protokoll.
Hier geht es zum Vortrag von Prof. Weber.
Hier können Sie den Vortrag von Michael vom Baur nachlesen.

von links: Michael vom Baur, BI-Sprecher Siegbert Geitz, Prof. Dr. Weber

Wir bedanken uns bei unseren beiden Referenten und allen Teilnehmern!

Das zweite Treffen von mehreren Rügener Bürgerinitiativen

Bereits zum zweiten Mal trafen sich die Vertreter/ innen von nunmehr 6 Bürgerinitiativen der Insel Rügen im Hotel „Zur alten Post“ in Gingst.

Den Bürgerinitiativen mangelt es nicht an drängenden Themen auf der Insel, welche einer Lösung bedürfen. Sie sind der Ausdruck von Unzufriedenheit mit den derzeitigen Gegebenheiten und Zuständen. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: „Wir wollen uns gegenseitig stärken und unterstützen! Wir wollen den Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Insel in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen!“

Das Bündnis, welches auch für weitere Bürger und deren Initiativen offen ist, will sich der Problemfelder annehmen. Insbesondere die kritische Begleitung der unkoordinierten und ungebremsten Entwicklung der Tourismusindustrie und der damit verbundenen Infrastruktur, dem steigenden Fachkräftemangel, der Verlagerung der Verkehre durch z.B. Ausbau und Verbesserung des ÖPNV sind Schwerpunkte. Des weiteren werden die Schulung und Weiterbildung von Gemeinderäten und die Vorbereitung von zukünftigen Gemeinderäten auf die politische Arbeit, insbesondere mit Blick auf die Kommunalwahlen 2019, ein weiterer Teil der Arbeit sein.

„Die Vergangenheit hat gezeigt, wie die Gemeinden auf Rügen gegeneinander von z.B. sogenannten Tourismus- und Stadtentwicklern ausgespielt werden. Was wir brauchen ist eine koordinierte Arbeit der Vertreter unserer Insel zum Wohl von Mensch und Natur!“ so eine Teilnehmerin.

Das nächste Treffen ist bereits für den 30. Januar 2018 in Bergen geplant.

Bürgerinitiative „Bewahrt Lohme“
Bürgerinitiative „Windkraft-Wahnsinn Rügen“
Bürgerinitiative „Grüner Wedding“
Bürgerinitiative „Gingst F.E.I.N – ohne Windgiganten“
Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Göhren (BILG)
Bürgerinitiative „Rügen in der Kritik“
Kreideheilbad Sassnitz – Verein
Bürgerinitiative „Grüner Wedding“, Sassnitz

6. BI-Versammlung am 30. November 2017: Vortrag verschoben, stattdessen Meinungsaustausch

 

Professor Knie war leider kurzfristig verhindert. Trotz Absage trafen sich rund 30 Bürgerinnen und Bürger zu einem Austausch über den aktuellen Stand. So war zu erfahren, dass 390 der ca. 1200 Einwendungen im Dritten Beteiligungsverfahren sich allein auf das Gingster WEG bezogen. Derzeit befindet sich das Verfahren noch in der Beratung bei der Planungsbehörde in Greifswald. Mit einer Entscheidung der Verbandsversammlung ist im Frühjahr 2018 zu rechnen.

Siegbert Geitz berichtete zudem über das zweite Treffen der Rügener Bürgerinitiativen. Künftig sollen die Aktivitäten durch bessere Vernetzung unterstützt werden. Zum gemeinsamen Interesse, die Insel und ihre Bewohner/innen vor unkoordinierter und ungebremster Vermarktung zu schützen, wollen die bisher beteiligten sechs BIs ein gemeinsames Leitbild erstellen.

Die Diskussionsbeiträge in der Versammlung offenbarten ein hohes Interesse, sich mit dezentraler Energieversorgung und den möglichen Optionen für Gingst zu beschäftigen. Die Veranstaltung mit Professor Knie wird daher Anfang März 2018 nachgeholt.

Ein Fernsehteam des NDR befragte anlässlich der BI-Versammlung mehrere Gingster Bürger und brachte einen Filmbeitrag im NDR-Nordmagazin.