Ein Brief an die Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative – August 2018

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe Nachbarinnen und Nachbarn, sehr geehrte Damen und Herren,

die Auseinandersetzung um die Windindustrieanlage auf Gingster Boden ist nicht vorbei. Wir gehen davon aus, dass am 25. September ein weiteres, das 4. Beteiligungsverfahren beschlossen wird. Wir werden deshalb im Oktober zu einer Versammlung der BI Gingst F.E.I.N. – ohne Windgiganten einladen. Näheres und weitere Informationen erfolgen in den nächsten Wochen.
Aber es gibt auch Hoffnung! Von unerwarteter Seite erhalten wir Unterstützung für unsere berechtigten Forderungen. Die Kritiker des zügel- und sinnlosen Ausbaus der Windindustrieanlagen werden mehr.
Jens Köppen, Bundestagsabgeordneter der CDU für Uckermark und Barnim, Zitat:
„Die Windkraftanlagen der nächsten Generationen würden bis zu 250 Meter hoch. Zum Vergleich: Das Restaurant im Berliner Fernsehturm liegt in einer Höhe von 207 Metern. Nun stelle man sich vor, Gemeinden werden von solchen Anlagen umzingelt — da sind 800 oder 1000 Meter Abstand zu den Wohngebäuden einfach zu wenig. Das ist nicht mehr zumutbar.”

“Nur der reine Zubau von Energieanlagen – ohne die entsprechende Aufnahmefähigkeit der Netze –führe dazu, dass Anlagen abgeschaltet werden müssten, die Betreiber aber dennoch ihre prognostizierte Vergütung bekämen.“
“Die Rechnung dafür bezahlt der Stromkunde über die EEG-Umlage.”

Folgendes war über Eckhardt Rehberg, Bundestagsabgeordneter der CDU für Mecklenburgische Seenplatte II – Landkreis Rostock III, in der OZ vom 17.08.2018 zu lesen:
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg hat einen zeitweiligen Stopp beim Ausbau der Windkraft an Land sowie mehr Entscheidungskompetenz für Kommunen gefordert. Wegen schwindender Akzeptanz des Windkraftausbaus, sinkender Grundstückswerte und der mangelnden Kapazität der Stromnetze sei eine Aussetzung richtig, sagte der CDU-Haushaltsexperte am Donnerstag zum Abschluss seiner SommerWahlkreistour.

Die Umfrageergebnisse der letzten Wochen haben sicher einen Beitrag zum Sinneswandel geleistet, denn die noch sogenannte „Große- Koalition“ aus CDU und SPD hätte Stand heute keine Mehrheit mehr in MV und auch keine Mehrheit mehr im Bundestag! Diese Zahlen sind auch Ergebnis des sinn- und zügellosen Ausbaus der Windindustrieanlagen.

Forsa-Umfrage aus Juni zum Landtag MV:
SPD 25%, AfD 22%, CDU 18%, Linke 16%, Grüne 8%, FDP 4%

Forsa-Umfrage vom 11.08.2018 zur Bundestagswahl:
CDU 30%, SPD 18%, Grüne 15%, AfD 14%, FDP 10%, Linke 9%

Liebe Grüße
Siegbert Geitz