Unsere Argumente

„Es gibt viele Formen erneuerbarer Energiegewinnung, unsere unverwechselbare Landschaft und Heimat gibt es aber nur einmal.“

Wir werden weiter gegen das Windeignungsgebiet in Gingst kämpfen. Wir wollen keine Windräder in Gingst!

Einige der wichtigsten Ablehnungsgründe:

I. Windräder in Gingst gefährden Natur und Landschaft

Die in Gingst geplanten Windräder von bis zu 200 m Nabenhöhe* sind eine Industrieanlage, kein „Park“ wie es gerne verharmlosend heißt. Inkl. Rotoren wären sie noch 100 m höher als der Kölner Dom (157 m). Zum Vergleich: Die Gingster Kirche ist 48 m hoch.

In unmittelbarer Nachbarschaft der geplanten Windindustrieanlagen auf 79 ha in Gingst befinden sich:

  • der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft,
  • das europäische Schutzgebiet Natura 2000 – Westrügensche Boddenlandschaft mit Hiddensee,
  • das europäische Vogelschutzgebiet Vorpommersche Boddenlandschaft und nördlicher Strelasund mit Vogelzugroute Kategorie A („Bei Arten der ersten Kategorie kann bereits der Verlust von Einzelindividuen zu Konsequenzen für eine örtliche Population führen.“ BfN),
  • das Landschaftsschutzgebiet West-Rügen,
  • die mittelalterliche Kirche St. Jacobi und 8 weitere Denkmale in Gingst (Denkmalliste),
  • der Landschaftspark Pansevitz/Friedwald und die Gutsanlage Boldevitz (Denkmalliste) und
  • das „Güstiner Moor mit seiner seltenen und gefährdeten Pflanzengesellschaft“ (LUNG) und mit dem Grützberg, einem steinzeitlichen Grabhügel (Denkmalschutz).

Diese Nähe würde alle bisherigen Schutzbemühungen abwerten. Die Folgen für die Natur und den davon abhängigen Tourismus wären unmittelbar spürbar.
*Zum Vergleich: die Kluiser Windräder haben eine Nabenhöhe von ca. 50 m

Bodden vor West-Rügen

II. Energiepolitik verschleudert Milliarden an Subventionen und hilft dem Klima nichts.

Die Energiewende ist ein krasses Beispiel unnützer Politik. Es werden Milliarden in ein System investiert, dessen Nutzen bisher verfehlt wurde. Die sogenannte Energiewende wird zum Desaster. Es gibt keine Senkung der Kohlendioxidemissionen, keinen geringeren Energieverbrauch, keine höhere Energieproduktivität. Auch eine gesicherte Stromversorgung leisten Windräder nicht. Die Kostenrisiken des Systems tragen die Verbraucher. Für Strom mit einem Marktwert von 5 Mrd. Euro haben die EEG-Profiteure, Investoren und Landbesitzer, 176 Mrd. Euro Subventionen (2000-2016) kassiert. Der Bundesrechnungshof geht für das Jahr 2017 von mindestens 34 Milliarden Euro Belastungen für Bürger und Unternehmen aus. Das ist ziemlich viel Geld, um fast alle Ziele der Energiewende bis zum Jahr 2020 zu verfehlen.

Der Bundesrechnungshof fordert seit Jahren eine Kostenfolge-Abschätzung vom Bund. Im aktuellen Bericht vom September 2018 zieht das Kontrollgremium eine geradezu katastrophale Bilanz der Energiepolitik. Der Aufwand für den ökologischen Umbau der Energieversorgung stehe in einem „krassen Missverhältnis zu dem bisher dürftigen Ertrag“, so Rechnungshofpräsident Kay Scheller.

Landschaft bei Gingst mit Storch

III. Deutschlands Windräder können krank machen.

Windenergieanlagen können ein Landschaftsbild kaputt machen. Dass sie auch der Gesundheit schaden können, spricht sich erst allmählich herum. Nicht wenige Anwohner von Windparks auf der ganzen Welt machen Windräder für gesundheitliche Probleme wie etwa Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und vieles mehr verantwortlich. Auch in Deutschland.

Die Risiken für die Gesundheit ergeben sich aus einer ganzen Reihe von Faktoren:

  • Lärm,
  • tieffrequenter Schall, Infraschall, Schalldruck,
  • optische Bedrängung,
  • Schlagschatten,
  • Befeuerung und Nachtkennzeichnung,
  • periodischer Schattenwurf,
  • psychische Reaktionen durch Zerstörung der natürlichen Umwelt.

Während Industrieanlagen ähnlicher Dimensionen in Gewerbegebieten zusammengefasst werden, um die Beeinträchtigung von Menschen zu reduzieren, dürfen Windkraftanlagen in der Nähe von menschlicher Besiedlung gebaut werden.

Das Umweltbundesamt hat in einer Machbarkeitsstudie über 1000 internationale Literaturstellen ausgewertet. Es gibt keine einzige Studie, in der die Unbedenklichkeit der Emissionen von WKA belegt wurde. Während andere Länder (z.B. Kanada, Dänemark, Polen) größere Schutzauflagen erteilt haben, behauptet das Umweltbundesamt (UBA), die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse stünden „einer Nutzung der Windkraft nicht entgegen“. Allerdings gesteht auch das UBA zu, dass es noch an Langzeitstudien fehlt, die über chronische Effekte nach langjähriger niederschwelliger Infraschall-Belastung Aufschluss geben könnten.

Ungeeignete Messmethoden (TA Lärm) und veraltete Emissions- und Immissionsgrenzwerte sind nicht in der Lage, die besondere Art der Schallausbreitung von Windkraft-Turbinen, die heute in Höhen von 200 Metern und höher installiert sind, abzubilden. Fachleute werfen der Politik und den Unternehmen eine gezielte Desinformation vor. „Das ist ein Skandal wie Dieselgate“, sagt Sven Johannsen. Er ist Sachverständiger für Schallmessung, in Forschungsgruppen aktiv und Mitglied in einem der DIN-Normungsausschüsse.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt inzwischen vor krankmachendem Lärm von Windturbinen. Nach der neuen Richtlinie der WHO dürfen durchschnittlich 45 Dezibel am Tage nicht überschritten werden. „Lärm von Windenergieanlagen oberhalb dieses Wertes ist mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden“, heißt es in dem Bericht.

In Deutschland hingegen gilt für Windkraftanlagen in Wohngebieten zur Zeit ein Richtwert von 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts.

Winterlandschaft bei Gingst

Der Regionale Planungsverband Vorpommern hält trotz massiver Proteste der Bürger und mehreren hundert Einwendungen gegen seine Planungen weiterhin am Windeignungsgebiet in Gingst fest. Bedenken werden ignoriert, begründete und berechtigte Interessen von Bürgern, Verbänden und anderen Institutionen werden weggewogen.

 

Hier gibt es weitere Informationen als Anhänge:

Windkraftanlagen können krank machen

Moratorium gefordert

Windturbinensyndrom

Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen möchten, können Sie auf folgenden Internetseiten stöbern:
Argumente Pro und Contra Windenergie

Die Welt: Die Energiewende löst sich jetzt quasi von selbst